Thoughts

Erinnerung aus meiner Kindheit

Written by Lololomay

Damals als ich in der 9.Klasse war hatte ich in der schule in Werken und gestalten Töpferunterricht.

Da habe ich eine schöne große Blumenvase gefertigt. Als die Vase nach Wochen fertig war und wir diese mit nachhause nehmen durfte packte ich sie in eine Plastiktüte und stellte sie auf die Schulbank. Durch eine dumme Unaufmerksamkeit fiel dann die ganze tüte samt Vase darin auf dem Boden und zerschepperte in viele kleine Einzelteile.

Ich war geschockt, traurig die ganze Arbeit war umsonst.

Dennoch nahm ich die ganze Tüte samt zerbrochenen Inhalt mit nachhause und packte sie in irgendeine Kiste und da lag es dann einige Jahre.

Als ich dann Jahre später ausgezogen war meine eigene Wohnung, kramte ich die Tüte mit den Scherben wieder heraus und schüttete den Inhalt heraus.

Ich begann damit die Scherben wieder zusammenzusetzten und zu kleben. So nach und nach nahm es wieder die Form der damaligen getöpferten Vase an. Gut ein paar Scherbenteile waren so klein, dass ich sie nicht mehr zusammen bekam und so ließ ich einige Teile einfach weg.

Nur dadurch konnte man das so nicht mehr als Vase benutzen. Sie hatte viele Ritzen und einige Öffnungen. Dann entschied ich mich in die große Öffnung oben ein Teelicht hineinzustellen.

Somit wurde aus der ursprünglichen Vase ein ungewöhnliches aber großes Lämpchen ein Licht.

Was für eine verrückte Verwandlung.

Und es ist verrückt das ich mich gerade jetzt an das erinnere warum?

Vielleicht weil ich in meinem Leben gerade auch so da sitze vor den Trümmern meines Lebens und mich entscheiden muss was ich aus dem ganzen machen soll.

Gerade jetzt? Die Trümmer meines Lebens habe ich schon öfter zusammengeklebt und bin damit nie ganz fertig geworden, entweder, weil Teile fehlen oder weil der nächste Wind des Lebens drüber fegt und seine eigene Ordnung hat …Es ist wie das große Puzzle meines Lebens wo man versucht ein Gesamtbild herauszubekommen und nie fertig wird.

Öfter? ja oder besser schon immer …

Wenn man es genauer nimmt stehe ich vor diesem Trümmerhaufen schon seit meiner Geburt.

Ist er schon durch die Geburt entstanden oder habe ich diese Tüte das Päckchen mit den vielen Trümmerteilen bereits mitgebracht aus anderen Leben aus anderen Zeiten. Jedes Mal, wenn man sich

wieder zusammen flicken muss ist nichts mehr wie vorher. Teile werden fehlen. und man wird nicht mehr sein was man war oder sein sollte oder er sein wollte oder meint sein zu sollen.

Man ist im wahrsten Sinne wie oben die Vase nicht mehr ganz dicht.

Aber man wird durchlässig und durch das ganz erlebte vielleicht zum Lichtträger.

Und vielleicht ist das dann doch der eigentlichen Bestimmung des Lebens.

Vielleicht sollte aus der Vase die ich damals gefertigt habe nie eine Vase werden, sondern vom Herzen ein Behältnis um Licht in die Welt zu bringen. Durch die ganzen Umstände des Lebens wird man doch an seine eigentliche Bestimmung geführt.

Dann ist es nur von geringer Bedeutung wie viele Trümmer man im Leben hatte und wieviel Ritzten und Löscher und Narben in seinem Seelenkleid vielleicht umso mehr umso besser je -mehr Licht scheint hindurch. Man ist was man ist und bleibt was man ist. Egal wie umständlich der Lebensweg auch sein mag.

Ja und wer sagt das die Trümmer des Lebens was Schlechtes sein muss, vielleicht ist es auch dein Erbe, sind es auch die Bausteine deines Lebens das einen formt, sein Leben, sich, ein Träger des Lichtes. sich eine Gestalt das Liebe und das göttliche verkörpert ein Gefäß für die Liebe Gottes

Vielleicht muss man hinter die Trümmer schauen um das Leben zu verstehen und sie verlieren ihren Schrecken und das Drama.

Eine Tüte voller Scherben ist das was man vielleicht mal mit gebracht hat in dieses Leben und möglicherweise sind es Scherben von mehreren Gefäßen und dann könnte man basteln wie man will sie werden am Ende nie so zusammenpassen zu einem Stück.

Um an diesen Scherben nicht erneut dran zu zerbrechen hilft nur dahinter zu schauen oder über die Dinge zu schauen. Am Ende steckt hinter den ganzen Unmengen an Reichtum und keine Last. Es ist eben Ansichtssache und je nachdem wie man damit umgeht

Da gibt es noch mehr eine andere Wirklichkeit eine viel Größere.

Und einen Sinn dahinter wenn es auch schwer ist zu glauben.
Und vielleicht schafft man es so jede einzelne Scherbe an zu schauen und zu entscheiden was zu tun ist, sie weglegen oder ganz loslassen. Oder anzunehmen, weil sie nun mal zu einem gehört und einen ausmacht als der Mensch der man ist ein einzigartiges Gefäß für die Liebe Gottes. Und nur so wird man den Mut haben weiter zu gehen, egal was kommt und keine Angst mehr haben müssen vor den erneuten Scherben. Denn es entsteht immer neues, es ist nur das Gefäß. Das Licht selber bleibt unbeschadet. Das kann einen niemanden nehmen nicht mal man selbst.

Wir Menschen werden geboren reich an Möglichkeiten, Träumen und Wege die wir gehen können.

Viele zerbrechen schon bevor sie angefangen haben andere während es Lebens die letzten Träume sterben am Ende einen langsamen Tod und was bleibt am Ende übrig?

Das was wir sein könnten was wir im inneren sind und das was am Ende daraus wird. Irgendwo dazwischen findet das Leben statt. Oft liegen Welten dazwischen manchmal nur eine Haaresbreite die unüberwindbar scheint.
Wie oft zerbricht man selbst dran und merkt das man auch das überlebt.

Wenn am Ende alles zerbrochen ist man das einzige was noch da ist.

Zu wenig und doch so viel und sich wieder zu finden und alle Möglichkeiten zu haben.

Wir sind unzerstörbar egal was um uns und in unsrem Leben zerbricht? Und jeder Zeit kann wieder was Einzigartiges entstehen….

About the author

Lololomay

Ich bin Musikerin und Sängerin ,Musiklehrerin.
Künstlerin , Lebenskünstlern das bin ich.

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